Gemeinde Parkstetten|

Gemeinderat stellt wichtige Weichen für die Zukunft Parkstettens

Die Gemeinde Parkstetten setzt ihren Kurs einer vorausschauenden Ortsentwicklung konsequent fort. In der vergangenen Gemeinderatssitzung standen insbesondere die Themen Nahversorgung, Wohnbauentwicklung, Infrastruktur und finanzielle Vorsorge im Mittelpunkt. Die Beschlüsse zeigen deutlich: Trotz großer Investitionen will die Gemeinde die Voraussetzungen für weiteres Wachstum und eine hohe Lebensqualität schaffen.

Ein zentrales Thema war die langfristig angestrebte Verbesserung der Nahversorgung. Der Gemeinderat hob zunächst einen bereits im Jahr 2022 gefassten Aufstellungsbeschluss für einen ursprünglich geplanten Standort eines Vollsortimenters auf. Hintergrund sind veränderte Rahmenbedingungen bei der Standortentwicklung. Gleichzeitig gab es jedoch eine erfreuliche Nachricht: Für die geplante Ansiedlung eines Nahversorgungsmarktes am Ortseingang von Parkstetten konnte sich inzwischen ein anderer Investor ein geeignetes Grundstück an der Straubinger Straße sichern. Nach Einschätzung der Verwaltung ist dieser Standort aufgrund seiner Erreichbarkeit, Sichtbarkeit und seines Einzugsgebiets der wirtschaftlich sinnvollste Standort für einen Nahversorgungsmarkt in Parkstetten. Der Gemeinderat erklärte einstimmig seine weitere Unterstützung des Projekts und beauftragte Bürgermeister und Verwaltung, alle notwendigen Schritte für eine möglichst rasche Umsetzung voranzutreiben. Die Bedeutung des Vorhabens für die Versorgung der Bevölkerung wurde in der Sitzung ausdrücklich hervorgehoben.

Ebenfalls einstimmig wurden wichtige Entscheidungen für die Wohnbauentwicklung im Ortsteil Friedenhain getroffen. Dort soll die bestehende Außenbereichssatzung aufgehoben und durch eine neue Satzung „Friedenhain I“ mit erweitertem Geltungsbereich ersetzt werden. Ziel ist es, zusätzlichen Wohnraum für den örtlichen Bedarf zu ermöglichen. Die neue Satzung schafft die rechtlichen Voraussetzungen, Baulücken innerhalb des bestehenden Siedlungsbereichs zu schließen und damit eine behutsame Weiterentwicklung des Ortsteils zu ermöglichen. Bereits heute befinden sich im betroffenen Gebiet elf Wohnhäuser. Die Erschließung über Straße und Kanal ist grundsätzlich vorhanden. Mit dem Beschluss trägt die Gemeinde dem anhaltenden Bedarf nach Wohnraum Rechnung und stärkt gleichzeitig die Entwicklung der kleineren Ortsteile.

Neben der Ortsentwicklung spielte auch die finanzielle Vorsorge eine wichtige Rolle. Der Gemeinderat nahm die Jahresrechnung des Jahres 2025 einstimmig zustimmend zur Kenntnis. Diese schließt mit einem Soll-Überschuss von rund 1,04 Millionen Euro ab. Wesentliche Ursache dafür ist, dass im Vorjahr eingeplante Ausgaben für den Neubau der Kindertageseinrichtung „Weiherwichtel“ noch nicht vollständig angefallen waren. Darüber hinaus konnte die Gemeinde unter anderem von höheren Einnahmen bei der Einkommensteuerbeteiligung und von staatlichen Förderungen profitieren. Positiv hervorzuheben ist zudem, dass im vergangenen Jahr kein Kassenkredit benötigt wurde und die Liquidität der Gemeinde jederzeit gesichert war. Gleichzeitig wurde deutlich, dass die Gemeinde weiterhin vor finanziellen Herausforderungen steht. Der Darlehensstand belief sich zum Jahresende 2025 auf rund 6,9 Millionen Euro. Ursache hierfür sind insbesondere die umfangreichen getätigten Investitionen in die kommunale Infrastruktur, darunter die neue Kindertageseinrichtung, die Rathaussanierung sowie weitere Zukunftsprojekte.

Im Bereich der Infrastruktur und Zukunftsvorsorge konnte 1. Bürgermeister Martin Panten zudem über weitere zusätzliche Fördermittel berichten. Aus dem Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“ des Bundes erhält die Gemeinde ein kommunales Investitionsbudget von 450.112 Euro. Darüber hinaus wurden weitere Fördermittel des Bundes für die energetische Dachsanierung der Kindertageseinrichtung St. Raphael auf Antrag der Gemeinde bewilligt. Insgesamt können für die dringend notwendige Maßnahme somit Förderungen von 87.553 Euro in Anspruch genommen werden.

Zudem befasste sich der Gemeinderat mit den Berichten des Bürgermeisters aus verschiedenen Verbands- und Mitgliederversammlungen. Dabei standen unter anderem Themen der regionalen Zusammenarbeit, der Gewässerunterhaltung, der Verkehrsüberwachung sowie aktuelle Entwicklungen auf Landkreisebene im Mittelpunkt. Große finanzielle, organisatorische und personelle Anforderungen werden dabei an die Gemeinde unter anderem mit der Zivilen Alarmplanung und der Umsetzung des Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung gestellt. Erfreulich dagegen war die Information aus dem Sicherheitsbericht der Polizeiinspektion Straubing für das vergangene Jahr, dass erneut im Gemeindegebiet ein Rückgang der angezeigten Straftaten festzustellen war.

Im nichtöffentlichen Teil der Sitzung genehmigte der Gemeinderat die Auftragsvergabe für die Sonnenschutzarbeiten am Neubau der Kindertageseinrichtung „Weiherwichtel“.

Die nächste Sitzung des Bau-, Verkehrs- und Umweltausschusses findet am 07.07.2026 statt und die des Gemeinderats am 23.07.2026.

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