Sanierung der Außensportanlagen abgeschlossen und deutlich günstiger – Schulverband stellt Weichen für den Haushalt 2027
Parkstetten. Die Schulverbandsversammlung hat sich in ihrer vergangenen Sitzung mit den Eckpunkten für den Haushalt 2027 und einer möglichen Darlehensaufnahme befasst. Erfreuliche Nachrichten gab Schulverbandsvorsitzender Martin Panten bei der Abrechnung der Sanierung der Außensportanlagen der Dr.-Johann-Stadler-Schule, denn die Sanierung wurde deutlich günstiger als geplant.
Für die Sanierung der Außensportanlagen hatte die Regierung von Niederbayern dem Schulverband bereits für das Haushaltsjahr 2025 eine Kreditermächtigung über 180.000 Euro genehmigt. Ob sie in Anspruch genommen werden muss, ist allerdings offen. Die Entwicklung des laufenden Haushaltsjahres ist noch nicht abschließend absehbar. Ob erneut ein Überschuss zur teilweisen Finanzierung bleibt, lässt sich erst zum Jahresende verlässlich beurteilen. Reichen die liquiden Mittel über den Jahreswechsel nicht aus, soll ein Darlehen als Zwischenfinanzierung aufgenommen werden, mit möglichst kurzer Laufzeit und größtmöglicher Flexibilität bei vorzeitiger vollständiger Rückzahlung. Die Schulverbandsversammlung stimmte diesem Vorgehen einstimmig zu.
Verbandsvorsitzender Martin Panten informierte weiter über die abschließende Kostenfeststellung der Sanierung der Außensportanlagen. Ursprünglich war man für Allwetterplatz, Weitsprunggrube und Laufbahn einschließlich Planungs- und Nebenkosten von 406.772,45 Euro ausgegangen. Nach der Schlussrechnung belaufen sich die Gesamtkosten auf 281.011,10 Euro, was einer Einsparung von 30,9 Prozent entspricht. Ausschlaggebend dafür war ein günstiger Verlauf der Bauarbeiten, bei dem sich Kosten an mehreren Stellen reduzieren ließen. Vorsitzender Panten berichtete außerdem über die Entwicklung des Mittelschulverbunds „Donauschiene“.
Die Verwaltung schlug weiter vor, mehrere Projekte im Haushalt 2027 zu berücksichtigen. Die Versammlung sprach sich einstimmig dafür aus, bei der IT-Ausstattung die im Jahr 2012 angeschafften, mittlerweile teils defekten interaktiven Displays in den Klassenzimmern weiter schrittweise zu ersetzen. Der im Jahr 2008 erstmals zugelassene Kommunalschlepper, der ganzjährig für Platzpflege und Winterdienst im Einsatz ist, weist durch Nässe und Streusalz starke Korrosion an Unterboden und Hydraulikleitungen auf. Die Instandsetzung wird im kommenden Jahr erfolgen, so dass weitere Folgeschäden und teure Reparaturen vermieden werden können.
Zwei Klassenzimmer der Mittschule, liegen auf der Ostseite im ersten Obergeschoss des Verwaltungstrakts und heizen sich vormittags trotz Wärmedämmung und Raffstores stark auf. Beide Räume sollen deshalb mit Klimageräten ausgestattet werden. Im Pausenhof ist, vor allem für Kinder der Nachmittagsbetreuung im offenen Ganztag, ein Sonnensegel oder ein ähnlicher Bau für zusätzliche Schattenplätze geplant. Auch das „Grüne Klassenzimmer“ im Rondell soll mit Holzsitzauflagen und künstlerischen Elementen aufgewertet werden. Seitliche Begrünung soll Beschattung und Mikroklima verbessern.
Schule, Kindertageseinrichtung und Rathaus werden derzeit über ein bivalentes Heizsystem versorgt. Eine Hackschnitzelheizung aus dem Jahr 2012 deckt rund 60 Prozent des Wärmebedarfs, die restlichen 40 Prozent liefert eine Ölheizung aus dem Jahr 1985. Um die Wärmeversorgung langfristig zu sichern und die Abhängigkeit von Heizöl zu verringern, entschied die Schulverbandsversammlung einstimmig, frühzeitig ein Energiekonzept mit verschiedenen technischen Varianten erstellen zu lassen. Es soll Machbarkeit, Versorgungssicherheit, den Einsatz erneuerbarer Energien sowie Investitions- und Betriebskosten bewerten. Fiele die Ölheizung unerwartet aus, kann damit der Schulverband rasch auf eine bereits geprüfte Lösung zurückgreifen. Für die Erweiterung oder Optimierung eines Gebäudenetzes kommen nach derzeitigem Kenntnisstand Förderprogramme des Bundes in Betracht, die bis zu 30 Prozent der förderfähigen Ausgaben abdecken könnten. Ob die Voraussetzungen im konkreten Fall erfüllt sind, soll im Rahmen des Konzepts geprüft werden.
Im nichtöffentlichen Teil wurden Aufträge für die Wiederholungsprüfung des E-Checks der ortsfesten Anlagen und für eine elektronische Schließanlage der Außentüren des Schulgebäudes vergeben. Zudem wurde ein Stromliefervertrag für die Versorgung des Schulgebäudes in den nächsten drei Jahren genehmigt.
Die nächste Versammlung findet voraussichtlich am 15.12.2026 statt, in der der Haushalt für das kommende Jahr 2027 beschlossen werden soll.




