Gemeinde Parkstetten|

Gemeinderat befasste sich mit Weiterentwicklung des Campingplatzes Friedenhain

Der Gemeinderat Parkstetten hat sich in seiner jüngsten Sitzung am 17.09.2026 mit einer breiten Themenpalette befasst. Sie reichte von mehreren Bauvorhaben über die Weiterentwicklung des Campingplatzes Friedenhain und eine Neuregelung der Standesamtsumlage mit der Stadt Bogen bis hin zur künftigen Stromversorgung der Gemeinde.

Ein Bauherr aus Parkstetten beantragt eine Baugenehmigung für den Abbruch einer bestehenden Wasserspeicherhalle und anschließenden Neubau einer landwirtschaftlichen Lagerhalle mit Hackschnitzellager im Ortsteil Haid. Ferner plant ein Zimmerer aus Kirchroth die Nutzungsänderung einer landwirtschaftlichen Unterstellhalle mit Stallung zu einer Unterstell- und Lagerhalle für Material mit Sozialbereich im Gemeindeteil Friedenhain. Zudem lag ein Antrag eines Bauträgers aus Straubing vor, der in der Bogener Straße die Sanierung sowie den Umbau mit Erweiterung einer bisherigen Gaststätte mit Fremdenzimmern in neun Wohneinheiten vorsieht. Der Gemeinderat erteilte zu allen drei Vorhaben mehrheitlich sein grundsätzliches gemeindliche Einvernehmen, wobei er sowohl zum Vorhaben in Friedenhain als auch zum Umbau der Gaststätte in ein Wohnhaus dieses ausdrücklich unter planerische Vorbehalte, wie unter anderem immissionsschutzrechtliche Aspekte und auch die Schaffung einer ausreichenden Anzahl von Parkplätzen auf dem Grundstück stellte.

Der Gemeinderat nahm außerdem Kenntnis von den Planungen auf dem Gelände des Campingplatzes Friedenhain. Nach einem Eigentümerwechsel soll die Funktion dieser überregional bedeutsamen Freizeitanlage künftig gestärkt und durch zusätzliche Freizeit- und Veranstaltungsangebote weiterentwickelt werden, um die Attraktivität des Areals zu steigern. Der Gemeinderat sprach sich mit einer Gegenstimme dafür aus, hierfür die planungsrechtlichen Voraussetzungen durch eine Bebauungsplanänderung zu schaffen und in die weitere Detailplanung zu gehen. Von Seiten des Gemeinderats wurde ausdrücklich der neuen Eigentümerin für das gute Zusammenwirken mit der Gemeinde und die geplanten Investitionen in diese Parkstettener Freizeitanlage gedankt.

Seit dem Jahr 2013 ist das Standesamt der Gemeinde Parkstetten an die Stadt Bogen ausgelagert. Durch diese interkommunale Zusammenarbeit werden das notwendige Fachwissen im immer komplexer werdenden Personenstandswesen sowie Verwaltungsabläufe gebündelt und Synergieeffekte erzielt. Der Gemeinderat stimmte der Aktualisierung der entsprechenden Umlagevereinbarung wegen deutlich gestiegener Kosten im EDV-Bereich uneingeschränkt zu.

Ohne Einwände wurde außerdem die Übernahme der Betriebskosten für das Sportzentrum und das Feuerwehr-/Schützenhaus in Reibersdorf durch die Gemeinde als Unterstützung der Vereine genehmigt.

Zur Versorgung ihrer Liegenschaften, des Kanalnetzes und der Straßenbeleuchtung hatte sich die Gemeinde an einer Strombündelausschreibung des Bayerischen Gemeindetags beteiligt. Den Zuschlag erhielt die N-ERGIE AG aus Nürnberg, die Parkstetten in den Jahren 2027 und 2028 zu 100 Prozent mit Ökostrom beliefern wird.

Für den Neubau der Kindertageseinrichtung „Weiherwichtel“ erhält die Gemeinde eine Förderung des Freistaats Bayern aus dem Kommunalen Finanzausgleich. Über das Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“ des Bundes wird darüber hinaus ein Zuschlag in Höhe von 298.000 Eurogewährt, um den kommunalen Eigenanteil zu senken.

Zudem erhält die Gemeinde Parkstetten aus dem Einwegkunststofffonds des Bundesumweltamtes für das Jahr 2024 einen Betrag in Höhe von 2.289,03 Euro. Der Fonds wird aus einer verpflichtenden Abgabe für Hersteller von bestimmten Einwegplastikprodukten finanziert. So sollen ein Anreiz zur Einsparung von Verpackungsmüll geschaffen und gleichzeitig die Kosten für die Reinigung des öffentlichen Raums gedeckt werden.

Im nichtöffentlichen Teil der Sitzung vergab der Gemeinderat den Auftrag zur Einführung eines Dokumentenmanagementsystems (DMS) in der Rathausverwaltung, um die Behördenakten zukünftig elektronisch zu verwalten und zu bearbeiten. Weiter genehmigte er die Veräußerung einer Teilfläche eines gemeindlichen Weges im Ortsteil Stockmühle.

Die nächste Gemeinderatssitzung findet voraussichtlich am 15.10.2026 statt.

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