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Aronstab (giftig) am Aschauer Weiher entdeckt


Eine aufmerksame Bürgerin unserer Gemeinde informierte uns, dass sie am Aschauer Weiher die sehr giftige Pflanze, den Aronstab, entdeckte. 

Der Aronstab ist eine 15-40 cm hohe Pflanze mit pfeilförmigen Blättern. Im Frühling erscheinen grünlich-weiße, tütenförmige Blüten, aus deren Fruchtknoten zunächst grüne, im Verlauf des Sommers scharlachrot gefärbte Beeren hervorgehen.

Alle Pflanzenteile des Aronstabs einschließlich Beeren sind giftig. Der Gefährlichkeitsgrad bei einer frischen Pflanze wird als sehr stark giftig eingestuft. Die getrocknete Pflanze scheint – je nach Alterung – wesentlich weniger giftig zu sein.

Vergiftungserscheinungen:
Blätter: Heftige Krämpfe, stark angeschwollene Zunge.
Wurzel: Starkes Brennen auf der Zunge, Hautrötung, blasenziehende Wirkung, heftigste Entzündung, namentlich der Schleimhäute, prickelnde Haut, Herzrhythmusstörungen, schließlich Schädigung und Lähmung des Zentralnervensystems, Krämpfe, starker Durst bei erhöhter Speichelabsonderung, Harnverhalten und erniedrigte Temperatur. Auffallend ist das Auftreten von Blutungen (Zahnfleisch, Magen-Darm-Kanal, Uterus).
Der Saft bewirkt eine heftige Dermatitis.

Im Falle eines Falles:

• Rücksprache halten mit dem
Giftnotruf München
Tel. 089 19240
Internet: www.toxinfo.med.tum.de/inhalt/giftnotrufmuenchen

• Arzt oder Klinik aufsuchen

Hinweise für Eltern:
Der Aronstab kann auf Kinder in mehrfacher Weise sehr verlockend wirken. Er treibt sehr früh aus (Kinder pflücken gerne erstes Grün) und die Blätter schmecken ähnlich wie Sauerampfer. Die Beeren sind leuchtend rot, saftig und süß und in größerer Menge zu finden.

In unserer heimischen Natur, in Freizeitanlagen, Parks und eventuell auch im eigenen Garten wachsen sehr, sehr viele gefährliche Giftpflanzen, die auch oftmals alleine schon durch Berührungen gesundheitliche Schäden verursachen und unter Umständen bis hin zum Tod führen können. Gerade Kinder sind besonders gefährdet, weil sie leicht auf die verlockenden Früchte mancher Giftpflanzen, die ihnen in der Natur und beim Spielen begegnen, hereinfallen. Deshalb ist es sehr wichtig, dass Kinder zu ihrem eigenen Schutz frühzeitig und richtig über den Umgang mit Pflanzen in der Natur aufgeklärt werden.

Text: br/Fotos: Christa Sixt
Quelle: Buch „Giftpflanzen Pflanzengifte“, Roth-Daunderer-Kormann, Buch „Gefährliche Giftpflanzen in Haus, Garten und Natur“, Christine Henle