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Blühflächen verschönern unser Gemeindebild


Kommunale Blütenweide statt Mähwüsten oder bunt statt grün. An fünf unterschiedlichen Stellen wurde am 11. Mai 2017 erstmals auf einer Fläche von über 500 m² Saatgut ausgebracht. Mischungen für Blumenwiese, Bienenweide, Mohnwiese und Bienensommer bereichern seitdem das Ortsbild und bieten für zahlreiche Insekten, Vögel und Kleintiere Nahrung. 

Die artenreichen, einheimischen und zum Standort passenden Pflanzensamen wurden der Gemeinde kostenlos und unbürokratisch zur Verfügung gestellt. Hierfür stand uns der Wildlebensraumberater Hans Laumer vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) zur Seite. Nach einer Beratung organisierte er über das Netzwerk Blühende Landschaften (NBL) das Saatgut. 

Durch das Projekt "BienenBlütenReich 2017" entstehen deutschlandweit viele blühende Oasen. Infos und Standorte hierzu findet man unter www.bluehende-landschaft.de. Das Projekt ist eine Initiative des Netzwerks Blühende Landschaft. Von dieser Einrichtung wurde u.a. das Saatgut und verschiedene Infomaterialen zur Verfügung gestellt. Hans Laumer, Wildlebensraumberater für Niederbayern am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Fachzentrum Agrarökologie stellte den Kontakt zur Gemeinde Parkstetten her und unterstützte die Aktion beratend.

 

Unsere Blühflächen ändern ihr Gesicht

Auf Grund des viel zu trockenen und warmen Frühlings 2018 hatten die von uns angelegten Blühflächen einen sehr schweren Start. Während sich die neu angesäten Flächen optisch sehr ansprechend zeigen, sehen die Flächen, die zum zweiten Mal angelegt wurden, nicht mehr so bunt und farbenfroh aus wie im ersten Jahr.

Doch die reine Optik und Ästhetik dieser Flächen sollte auch nicht Ziel unserer Bemühungen sein. Es geht in erster Linie darum einen kleinen Beitrag gegen den Lebensraummangel für Insekten und die auf sie angewiesenen Vögel zu leisten. Gerade dafür sind heimische Wildpflanzen, unterschiedliche Strukturen und auch verblühte Pflanzenstängel notwendig. Mehrjährige, reich strukturierte Blühflächen haben einen höheren ökologischen Nutzen, als mit fremdländischen Zierblumen angesäte Blumenbeete. Dies muss in unserer ordnungsliebenden deutschen Gesellschaft erst noch ankommen.

Nicht nur die Veränderungen in der Landwirtschaft sind schuld am Artensterben. Es fehlt auch im Siedlungsbereich massiv an Lebensraum mangels geeigneter Pflanzenauswahl. Jeder Bürger hat viele Möglichkeiten seinen Garten oder Balkon insektenfreundliche zu gestalten. Hervorragende Handlungsempfehlungen für Hausgärtner, Balkonbesitzer und alle anderen findet man auf der Homepage des „Netzwerk Blühende Landschaft“: www.bluehende-landschaft.de.

Im Rahmen des Projektes BienenBlütenReich erhielt die Gemeinde Parkstetten das Saatgut und Infos für die angelegten Flächen. Dafür einen recht herzlichen Dank an die Organisatoren und Unterstützer.

Text: Thomas Friedl

 

 

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