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10-Punkte-Papier an Umweltministerin übergeben

Ministerin soll Trinkwasser- und Hochwasserschutz in Einklang bringen

Bürgermeister Heinrich Krempl und Bogens Bürgermeister Franz Schedlbauer überreichten ein 10-Punkte-Papier an die bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf. 

 

Bereits seit längerem werden in Bogen die Auswirkungen des Flutpolders Parkstetten/Reibersdorf auf die Wasserversorgung der Stadt diskutiert. Mehrfach wurden deshalb die Bedenken der Verantwortlichen an die zuständigen Stellen herangetragen. Offen blieb bisher noch das direkte Gespräch mit der obersten Dienstherrin der mit der Entscheidung beauftragten Stellen. Auf Vermittlung der beiden Landtagsabgeordneten Josef Zellmeier und Hans Ritt fand deshalb im Maximilianeum ein Treffen mit der bayerischen Umweltministerin Ulrike Scharf statt. Dabei überreichte Bürgermeister Franz Schedlbauer ein 10-Punktepapier, mit dem der Schutz der Bogener Trinkwasserversorgung erreicht werden soll. Bürgermeister Heinrich Krempl setze sich dafür ein, dass die Gemeinde Parkstetten möglichst schnell den noch ausstehenden vollständigen Hochwasserschutz erhält.
 
Gemeinsam mit Stadtwerkechef Karlheinz Denner erläuterte Schedlbauer, dass die Stadt Bogen viel in die Trinkwasserversorgung investiert habe. Immerhin werden über 10.000 Bürger und Einrichtungen einwandfrei versorgt. Jedoch werde das seit 2005 geltende Wasserschutzgebiet fast vollständig vom geplanten Polder Parkstetten-Reibersdorf überdeckt. Durch die im Deich vorgesehene Überlaufstrecke erhöhe sich die Überflutungsgefahr, deshalb lehne der Stadtrat den Polder ab. Schedlbauer befürwortete gleichzeitig den schnellen Ausbau des Hochwasserschutzes im Sinne der Gemeinden Parkstetten und Bogen. Deshalb wurde ein Querdeich als Alternativlösung vorgeschlagen, die bisher aber von den Planungsbehörden nicht aufgenommen wurde, bedauerte Schedlbauer. Für den erkrankten BBV-Ortsobmann Konrad Stangl vertrat Markus Zollner die Interessen der Landwirte und sprach sich für den geringsten Eingriff in die Natur und den geringsten Grundverbrauch aus.
 
Genauso engagiert trug Bürgermeister Heinrich Krempl das Anliegen der Gemeinde Parkstetten vor, den Hochwasserschutz schnellstmöglich fertigzustellen. Die Hochwasserereignisse der letzten Jahre seien immer bedrohlicher geworden und zeigten dringenden Handlungsbedarf. Erfreulicherweise sei im Gemeindebereich bereits viel geschehen. Aber bei einem Dammbruch stromabwärts bestehe die akute Gefahr, dass Parkstetten sozusagen von der Rückseite überschwemmt werde. Diese letzte Lücke müsse deshalb sofort geschlossen werden.
 
Umweltministerin Ulrike Scharf betonte die Bedeutung eines schnellen Ausbaus des Hochwasserschutzes. Sie zeigte aber auch Verständnis für die unterschiedlichen Sichtweisen. Gleichzeitig wies sie darauf hin, dass die Berechnungen der Fachleute in der Wasserwirtschaft keine Verschlechterung für die Trinkwasserversorgung der Stadt Bogen ergeben hätten, wenn der Polder Parkstetten-Reibersdorf wie geplant errichtet werde. Eine Verkleinerung der Polderfläche, wie von den Verantwortlichen der Stadt und des Bauernverbandes vorgeschlagen,  sei schwierig, weil der Bau von Hochwasserschutzanlagen für die Unterlieger keine Nachteile bringen dürfe. Die Planfeststellungsbehörde werde zum Gutachten der Stadt Bogen, das vom Büro HydroConsult GmbH erstellt wurde, noch ein Gutachten des Wasserwirtschaftsamtes Deggendorf als amtlicher Sachverständiger einholen. 
 
Scharf sah es als sinnvoll an, bei der Wasserversorgung der Stadt Bogen eine Versorgungsalternative zu prüfen. Bürgermeister Schedlbauer entgegnete, dass dies ohne finanzielle Unterstützung von außen nicht machbar sei und appellierte erneut, die besondere Lage der Stadt in die Planungen einzubeziehen.
 
 
 
Mit einem Lageplan erläuterten (v.l.) Bürgermeister Heinrich Krempl, Stadtwerke-Geschäftsführer Karlheinz Denner, Bürgermeister Franz Schedlbauer, BBV-Vertreter Markus Zollner sowie die MdL Josef Zellmeier und Hans Ritt der bayerischen Umweltministerin Ulrike Scharf die Hochwasser- und Grundwassersituation im Polder Parkstetten/Reibersdorf.
 
Text/Foto: Josef Zellmeier, MdL
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