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Blühflächen verschönern unser Gemeindebild

Kommunale Blütenweide statt Mähwüsten oder bunt statt grün - Was hat es mit den gefrästen Flächen im Ortsbereich auf sich?

Infoveranstaltung am Freitag, 22. September 2017

 

An fünf unterschiedlichen Stellen wurde am 11. Mai 2017 auf einer Fläche von über 500 m² Saatgut ausgebracht. Mischungen für Blumenwiese, Bienenweide, Mohnwiese und Bienensommer sollen ab jetzt das Ortsbild bereichern und Nahrung für zahlreiche Insekten, Vögel und Kleintiere bieten. Die artenreichen, einheimischen und zum Standort passenden Pflanzensamen wurden der Gemeinde kostenlos und unbürokratisch zur Verfügung gestellt. Hierfür stand uns der Wildlebensraumberater Hans Laumer vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und  Forsten (AELF) zur Seite. Nach einer Beratung organisierte er über das Netzwerk Blühende Landschaften (NBL) das Saatgut. Bei gutem Gelingen sollen diese Maßnahmen weiterhin fortgeführt und ausgebaut werden.

Durch das Projekt "BienenBlütenReich 2017" des NBL entstehen derzeit deutschlandweit viele blühende Oasen. Infos und Standorte hierzu findet man unter www.bluehende-landschaft.de/bienenbluetenreich .


Das Projekt BienenBlütenReich ist eine Initiative des Netzwerks Blühende Landschaft. Von dieser Einrichtung wurde u.a. das Saatgut und verschiedene Infomaterialen zur Verfügung gestellt. Hans Laumer, Wildlebensraumberater für Niederbayern am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Fachzentrum Agrarökologie stellte den Kontakt zur Gemeinde Parkstetten her und unterstützte die Aktion beratend.

Am Freitag, 22. September 2017, fand hierzu eine Infoveranstaltung mit Hans Laumer von der Wildlebensraumberatung Bayern und Barbara Heydenreich vom Netzwerk blühende Landschaft statt. Eingeladen hatte Gemeinderat Thomas Friedl. Er konnte am Rathaus viele Interessierte begrüßen, unter anderem nahmen Landwirte, Jäger, Imker und andere Naturinteressierte an der Veranstaltung teil. 

Nach der Begrüßung durch Thomas Friedl wurde in Fahrgemeinschaften zu verschiedenen Standorten des Projektes gefahren um diese zu besichtigen. An der ersten Fläche stellte Barbara Heydenreich das Projekt BienenBlütenReich kurz vor und gab einen Überblick über die Zielsetzung des Projektes. Sie erläuterte u. a. dass man speziell die Blütenbestäuber wie Bienen, Hummeln, Schwebfliegen aber auch Käfer fördern möchte. Außerdem seien die über 550 in Deutschland vorkommenden Wildbienenarten Ziel der Fördermaßnahme.

Anschließend fuhr die Gruppe weiter zur nächsten Fläche wo Hans Laumer eine bereits seit mehreren Jahren bestehende Blühfläche vorstellte. Er wies auf die Wertigkeit dieser Flächen in der Agrarlandschaft hin, dass diese Flächen in den strukturärmeren Gegenden durchaus als Heckenersatz dienen können, sie bieten u. a. Deckung und Lebensraum für Niederwildarten wie Feldhase und Fasan und die immer seltener werdenden Rebhühner. Diese Arten finden in derartigen Flächen zusätzlich Nahrung in Form von Insekten, die das überaus wichtige tierische Eiweiß für die Kückenaufzucht liefern, außerdem findet die Tiere in derartigen Flächen Samen verschiedener Pflanzenarten als Nahrung. Der Fachmann wies auf die positiven Effekte dieser Flächen hinsichtlich der Insekten- und der Vogelwelt hin. Das diese Flächen über das Ganze Jahr Blüten und damit Nektar für die Bienen liefern wurde ebenfalls angesprochen.

Ein besonderes Anliegen war Hans Laumer darauf hinzuweisen, dass die abgestorbenen Pflanzenteile und hohle Stängel im Winter Lebensraum für verschiedene Insekten bieten. So konnte er an einem aus dem Vorjahr stammendem Sonnenblumenstängel Bohrlöcher und im inneren des Stängels angelegte Larven von Wildbienen zeigen. Man solle sich nach seinen Worten auch ins Bewusstsein rufen, dass auch die Pflanzenteile die für uns Menschen an Attraktivität verloren haben in der Natur eine wichtige Rolle spielen und es durchaus zum Konzept dieser Blühflächen gehört nach den ersten blütenreichen Jahren derartige Lebensräume zur Verfügung zu stellen.

Einen Einblick in die Arbeit der Fa. Eskusa aus Parkstetten gab im Anschluss deren Geschäftsführer Dr. Fred Eickmayer. Eskusa produziert unter anderem wertvolles Saatgut für Blühflächen. Anhand verschiedener Vermehrungs- bzw. Zuchtflächen stellte er diese vor. Außerdem zeigte er Flächen die zur Naturkautschukproduktion dienen und Pflanzenbestände die der Arzneimittelproduktion dienen.

Zum Schluss traf man sich im Rathauseck, wo Barbara Heydenreich über die Förderung der Bestäuber und Hans Laumer über die Gestaltung von Wildlebensräumen und deren Fördermöglichkeiten referierten.

Bürgermeister Krempl richtete ein Wort des Dankes an alle Teilnehmer sowie den Initiator der Veranstaltung Thomas Friedl. Er hoffe, dass die Initiative im Jahr 2018 mit weiteren Flächen weitergeführt werde und sagte dazu von Seiten der Gemeinde seine Unterstützung zu.

Thomas Friedl appellierte am Schluss noch an alle Anwesenden zur weiteren wildlebensraumfreundlichen Gestaltung geeigneter Flächen.

Das Netzwerk Blühende Landschaft stellte Infomaterial vor. Hans Laumer verteilte ebenfalls Infomaterialien der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft und gab jedem Teilnehmer eine Saatgutprobe für  5 m²  Blühfläche mit nach Hause.

Text: Hans Laumer/Foto: Kathrin Friedl

 

 

Ein herzliches Dankeschön an …

… Thomas Friedl, Josef Friedl, Heinrich Krempl, Kurt Maschke, Gerhard Steiner und Daniel Wasl!

Wir möchten uns bei euch allen ganz herzlich für die Mithilfe bei der Umsetzung und Anlage der Blühflächen bedanken. 

Außerdem sagen wir dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Straubing, speziell Herrn Hans Laumer, für die Beratung und Vermittlung sowie dem Netzwerk Blühende Landschaft für die kostenlose Überlassung der Samenmischung im Rahmen des Programms "BienenBlütenReich2017" ein herzliches Dankeschön.

Die Gemeindeverwaltung


 

 Die Blühflächen werden angelegt...

    

Fotos: Kathrin Friedl, AELF

 
Die Blühflächen erstrahlen in ihrem Glanz...
 
   

 Fotos: Kathrin Friedl, br

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