Aktuelles
Veranstaltungen
Breitbandausbau
Hochwasserschutz
Gemeindebote
Allgemeine Informationen
Kontakt / Anfahrt
Aktuelles
Veranstaltungen
Aktuelle Veranstaltungen

Adventsingen
Pfarrei
am 17.12., 16 Uhr, Pfarrkirche Sankt Georg


Weihnachtsbasteln
Schulbüchereiteam
am 21.12., 14.30 Uhr bis 16 Uhr, Schulbücherei


Christbaumversteigerung
EC Rothammer 
am 22.12., 19 Uhr, Café Speiseder


Warten aufs Christkind
KLJB
am 24.12., 9.30 Uhr bis 14 Uhr, Pfarrheim Jugendraum

Info für alle Inhaber einer Ehrenamtskarte

zu den Infos

Öffnungszeiten Gemeinde
Montag bis 
Freitag
Dienstag
Donnerstag   
08.00 - 12.00 Uhr

13.00 - 17.00 Uhr
14.00 - 18.00 Uhr
Kontakt
Rathaus Parkstetten
Schulstraße 3
94365 Parkstetten

Telefon:
Telefax:

09421 / 99 33 - 0
09421 / 99 33 - 21
gemeinde@parkstetten.de

Zum Kontaktformular / Anfahrt
zurück
Volkstrauertag in Reibersdorf

 

Auch in der Expositur Sankt Martin in Reibersdorf wurde am Volkstrauertag mit einer Gedenkfeier um 8 Uhr der Opfer von Gewalt und Krieg gedacht. 

Den Gottesdienst in der Expositurkirche zelebrierte BGR Josef Gresik. In seiner Predigt erklärte er kurz den ursprünglichen Sinn des Volkstrauertags. Er galt ursprünglich dem Gedenken an die Toten der Weltkriege und hatte etwas mit Heldenverehrung zu tun. An die Menschen, die auf der Gegnerseite getötet wurden, dachte man damals nicht. Inzwischen dürfte diese Engführung jedoch überwunden sein. Heute werde nicht nur an die unzähligen Toten der beiden Weltkriege gedacht. Das Gedenken gelte auch den Opfern der Kriege, die seitdem und noch heute geführt werden, den Opfern des Terrorismus, der Selbstmordattentate und von Gewalt und Folter. Nicht zu vergessen seien die vielen Kinder, die als „Kindersoldaten“ missbraucht werden und oft keine andere Chance zum Leben finden. 

BGR Josef Gresik stellte die Frage an die Gläubigen, ob sie bzw. das Volk heutzutage überhaupt noch um diese Opfer trauerten. Er habe den Eindruck, dass vieles verdrängt werde und man in der Spaß- und Erlebnisgesellschaft nicht gestört werden wolle. Dabei wäre das Andenken an unsere Opfer sehr wichtig. Es mache uns fähig, sich für Gerechtigkeit und Frieden einzusetzen. Egal, ob es den in Politik und Wirtschaft Mächtigen gefalle oder nicht. „Wir sind gefordert, jeder und jede von uns! Keiner kann heute sagen, er hätte ja nichts gewusst. Wir wissen um das Leid und den gewaltsamen Tod in der Geschichte und heute. Daraus wächst unser Einsatz für Frieden und Gerechtigkeit!“, so BGR Gresik.

„Erinnerungen an den ersten und zweiten Weltkrieg werden am Volkstrauertag wachgerufen“, so die zweite Bürgermeisterin der Gemeinde Parkstetten, Magda Del Negro. „72 Jahre sind seit Ende des zweiten Weltkrieges vergangen. Am 8. Mai 1945 schwiegen in Europa die Waffen und am 14. August trat auch im pazifischen Raum der Waffenstillstand in Kraft. Vorausgegangen war der erste Abwurf von Atombomben, deren Zerstörungskraft alle anderen Waffen um ein Vielfaches übersteigt. 1945 wurden die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki dem Erdboden gleichgemacht. Bis heute leiden die Überlebenden unter den Folgen der Verstrahlung. Und die Bedrohung eines atomaren Angriffs ist bis in unsere Gegenwart nicht gebannt. Erinnern wir uns außerdem auch an die vielen Opfer der Kriege, des Terrorismus und der Gewalt nach 1945. Die Kämpfe und Gewaltausbrüche fanden und finden fern von Deutschland statt. Doch durch unsere Beteiligung an internationalen Einsätzen seien wir in diese Auseinandersetzungen involviert. Wir haben tote Soldaten und Aufbauhelfer zu beklagen. Unser Land trägt Verantwortung für tote Zivilisten in den Einsatzgebieten.“ Angehörige der einst verfeindeten Länder erinnern sich heute gemeinsam an dieses unermessliche Leid, das so viele Menschen und Völker im Zweiten Weltkrieg erlitten. Gegenbewegungen wurden mobilisiert und hatten Einzelne und Staaten motiviert, sich für den Frieden einzusetzen.

Von der Krieger- und Soldatenkameradschaft Parkstetten sprach Vorsitzender Johann Häusler ein paar Worte des Gedenkens. „Jahr für Jahr stehen wir am Volkstrauertag hier und versuchen, die dunklen Kapitel unserer Geschichte in Worte zu fassen. Jedes Jahr hören wir von Frieden und Freiheit in der Welt und legen eine Schale oder einen Kranz für unsere gefallenen, vermissten und verstorbenen Kameraden als Zeichen der Hoffnung am Kriegerdenkmal nieder. Kriegerdenkmäler oder auch Kriegsgräber sind nicht nur Merkmale. Sie sind auch Sprachrohre der Toten und erzählen von all den Grausamkeiten, den Schmerzen und Leiden, die Kriege, Terror und Gewalt mit sich bringen. Wir müssen aber auch den Willen haben, zuzuhören und zu verstehen, was uns die Toten damit sagen wollen und dies mit der Realität des Alltages verknüpfen. Halten wir unseren dauerhaften Frieden!“, so der Appell von Vorsitzendem Häusler. 

Die Gedenkfeier fand aufgrund der schlechten Witterung in der Kirche statt. Als äußeres Zeichen des Gedenkens wurden Kränze am Kriegerdenkmal niedergelegt.  

BGR Josef Gresik, zweite Bürgermeisterin Magda Del Negro und der Vorsitzende der KuSK Parkstetten, Johann Häusler, während der Gedenkfeier.

Text: br/Foto: Alois Lummer 

Seite drucken
Zurück